3 einfache Fastentees aus dem eigenen Garten
Die wohltuenden Kräfte von Brennnessel und Löwenzahn sind genau das Richtige, um den müden Körper in Gang zu bringen und von Ballast zu befreien.

Inhalt:
Eigenschaften von Fastentees
Sie kurbeln die Verdauungssäfte an, reinigen den Körper, wirken entwässernd und lassen die Niere sanft arbeiten. Es werden entzündliche Vorgänge gehemmt und die Leber geschützt.
Wirkung
Der Löwenzahn kurbelt im Frühling den müden Körper an. Er bringt sowohl die Verdauungssäfte. Er ist außerdem eine der besten Pflanzen, um die Galle fließen zu lassen, weshalb er oft auch als europäischer Ginseng bezeichnet wird.
Birkenblätter und Brennnesselkraut helfen bei der inneren Reinigung und transportieren ab, was der Körper nicht mehr braucht. Beide Pflanzen gedeihen an feuchten Plätzen und mögen das Wasser. Im Tee entfalten junge Birkenblätter ihre entwässernde Wirkung und regen die Nieren sanft zum Arbeiten an. Die Brennnessel leitet ebenfalls aus, jedoch auf andere Weise: Ihr hoher Mineralstoffgehalt entzieht dem Körper Wasser, weshalb sie auch als harntreibend gilt. Sowohl Brennnessel als auch Birkenblätter hemmen zudem entzündliche Prozesse.
Die Mariendistel gilt als die Leitpflanze, wenn es um die Leber geht. Ihr leberschützender Wirkstoff in den Früchten, Silymarin, hilft dem Organ, sich zu regenerieren.
Die Goldrute dagegen schwemmt nicht nur aus, sie sorgt auch dafür, dass Bakterien und Viren sich schwerer in den Harnwegen anhaften können. Ausschwemmen bedeutet auch, Harnsäure und Nierengrieß loszuwerden und damit der Gicht und der Steinbildung entgegenzuwirken.
Die Hagebutte begleitet gut durch bewegte Frühlingstage. Sie mindert die Unbeweglichkeit am Morgen und lindert Schmerzen, die durch Abnützung in den Gelenken entstehen.
Der Ackerschachtelhalm bringt Kieselsäure mit, die das Bindegewebe stärkt.
Sammelzeitpunkt
Im Frühling reichert der Birkenbaum viele Bitterstoffe in der Wurzel an, um sich selbst zu aktivieren und genügend Kraft für den neuen Wachstumsschub zu haben. Genau diese bittere Energie holt ein Teeaufguss aus ihm heraus. Die Birkenblätter beginnen in den nächsten Wochen auszutreiben, sobald die Birke wieder Wasser aus dem Boden holt.
Von der Brennnessel, die im März mit aller Kraft das braune Gras zur Seite drängt, werden von den obersten Spitzen des Krauts etwa zehn Zentimeter gepflückt.
Goldrute und Hagebutte sind erst viel später, im Hochsommer und Herbst, reif zur Ernte. Für die Teezubereitung in der Fastenzeit greift man auf die eigenen Sammelvorräte zurück oder besorgt sie in der Drogerie.
Die Flavonoide der Goldrute sind vor allem in den Blüten und Blättern zu finden. Selber sammeln hat hier den Vorteil, dass der unwirksamere Stängel ganz weggelassen werden kann.
Wer den Ackerschachtelhalm nicht genau bestimmen kann, kauft ihn in der Apotheke, es besteht Verwechslungsgefahr mit dem leicht giftigen Sumpfschachtelhalm. Mariendistelsamen sind ebenfalls in Apotheken oder Reformhäusern erhältlich. Man kann sie auch selber ziehen, was bei dieser zweijährigen Pflanze allerdings etwas aufwendig ist. Als Leberarznei verwendet man die Früchte, die landläufig als Samen oder Marienkörner bezeichnet werden.
Fastentee-Rezepte
Die Frühlingstees nach Apotheker Pahlow können über eine Zeit von zwei bis sechs Wochen – je nach Angabe in den Rezepten – getrunken werden. Wer die Tees zur Vorsorge in der Fastenzeit anwenden möchte, kann jede der drei Mischungen zwei Wochen lang trinken, am besten vormittags bis zum frühen Nachmittag. Für eine Frühjahrskur eignet sich der Tee als Zubereitungsform am besten. Er ist mit seiner Portion warmem Wasser den anderen Anwendungen wie alkoholischen Auszügen oder Kräuterpulvern überlegen.
1. Gicht und Steinschutz-Tee
20 g Löwenzahnwurzel mit Kraut
10 g Brennnesselblätter
10 g Ackerschachtelhalm
5 g Birkenblätter
5 g Hagebutten mit Samen
1 TL der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Der Gicht und Steinschutztee bewahrt vor Ablagerungen in den Nieren und Harnwegen und empfiehlt sich für Rheumatiker. Bei Neigung zu Gicht können ein bis zweimal jährlich kurmäßig drei Tassen täglich über sechs Wochen getrunken werden.
2. Entwässerungs-Tee
10 g Birkenblätter
10 g Brennnesselblätter
10 g Hagebutten mit Samen
10 g Goldrutenkraut
1 TL der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen.
Der Entwässerungstee empfiehlt sich in der Fastenzeit kurmäßig, wo man täglich ein bis zwei Tassen über drei bis vier Wochen trinkt.
3. Leberschutz-Tee
20 g Mariendistelfrüchte
20 g Löwenzahnwurzel mit Kraut
10 g Brennnesselblätter
10 g Birkenblätter
10 g Goldrutenkraut
1 TL der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Zwei Tassen Leberschutztee pro Tag werden in der Fastenzeit und nach Bedarf kurmäßig über vier Wochen getrunken.
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Diese Informationen stellen keine medizinische oder ärztliche Beratung dar. Bitte beachten Sie die allgemeinen Dosierungsempfehlungen und konsultieren Sie insbesondere bei Beschwerden und Vorerkrankungen Ihren Arzt. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen.
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