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Naturapotheke

3 einfache Fastentees aus dem eigenen Garten

Die wohltuenden Kräfte von Brennnessel und Löwenzahn sind genau das Richtige, um den müden Körper in Gang zu bringen und von Ballast zu befreien.

Fastentees aus dem Garten (Foto: Pixabay/ Congerdesign)
Foto: Pixabay/ Congerdesign
Fastentees aus dem Garten

Inhalt:

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Eigenschaften von Fastentees

  • Sie kurbeln die Verdauungssäfte an, reinigen den Körper, wirken entwässernd und lassen die Niere sanft arbeiten. Es werden entzündliche Vorgänge gehemmt und die Leber geschützt.

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Wirkung

  • Der Löwenzahn kurbelt im Frühling den müden Körper an. Er bringt sowohl die Verdauungssäfte. Er ist außerdem eine der besten Pflanzen, um die Galle fließen zu lassen, weshalb er oft auch als europäischer Gin­seng bezeichnet wird.

  • Birkenblätter und Brennnesselkraut helfen bei der inneren Reinigung und trans­portieren ab, was der Körper nicht mehr braucht. Beide Pflanzen gedeihen an feuch­ten Plätzen und mögen das Wasser. Im Tee entfalten junge Birkenblätter ihre entwässernde Wirkung und regen die Nieren sanft zum Arbeiten an. Die Brennnessel leitet ebenfalls aus, jedoch auf andere Weise: Ihr hoher Mineral­stoffgehalt entzieht dem Körper Wasser, weshalb sie auch als harntreibend gilt. Sowohl Brennnessel als auch Birkenblätter hemmen zudem entzündliche Prozesse.

  • Die Mariendistel gilt als die Leitpflanze, wenn es um die Leber geht. Ihr leberschüt­zender Wirkstoff in den Früchten, Silymarin, hilft dem Organ, sich zu regenerieren.

  • Die Goldrute dagegen schwemmt nicht nur aus, sie sorgt auch dafür, dass Bakterien und Viren sich schwerer in den Harnwegen an­haften können. Ausschwemmen bedeutet auch, Harnsäure und Nierengrieß los­zuwerden und damit der Gicht und der Steinbildung entgegenzuwirken.

  • Die Hagebutte begleitet gut durch bewegte Frühlingstage. Sie mindert die Unbeweglichkeit am Morgen und lindert Schmerzen, die durch Abnützung in den Gelenken entstehen.

  • Der Ackerschachtelhalm bringt Kieselsäure mit, die das Bindegewebe stärkt.

Sammelzeitpunkt

  • Im Frühling reichert der Birkenbaum viele Bitterstoffe in der Wurzel an, um sich selbst zu aktivieren und genügend Kraft für den neuen Wachstumsschub zu haben. Genau diese bittere Energie holt ein Teeaufguss aus ihm heraus. Die Birkenblätter beginnen in den nächsten Wochen auszutreiben, sobald die Birke wieder Wasser aus dem Boden holt.

  • Von der Brennnessel, die im März mit aller Kraft das braune Gras zur Seite drängt, werden von den obersten Spitzen des Krauts etwa zehn Zentimeter gepflückt.

  • Goldrute und Hagebutte sind erst viel später, im Hochsommer und Herbst, reif zur Ernte. Für die Teezubereitung in der Fastenzeit greift man auf die eigenen Sammelvorräte zurück oder besorgt sie in der Drogerie.

  • Die Flavonoide der Goldrute sind vor allem in den Blüten und Blättern zu finden. Selber sammeln hat hier den Vorteil, dass der unwirksamere Stängel ganz weggelassen werden kann.

  • Wer den Ackerschachtelhalm nicht genau bestimmen kann, kauft ihn in der Apotheke, es besteht Verwechslungsgefahr mit dem leicht giftigen Sumpfschachtelhalm. Mariendistelsamen  sind ebenfalls in Apotheken oder Reformhäusern erhältlich. Man kann sie auch selber ziehen, was bei dieser zweijährigen Pflanze allerdings etwas aufwendig ist. Als Leberarznei verwendet man die Früchte, die landläufig als Samen oder Marienkörner bezeichnet werden.

Fastentee-Rezepte

Die Frühlingstees nach Apotheker Pahlow können über eine Zeit von zwei bis sechs Wochen – je nach Angabe in den Rezepten – getrunken werden. Wer die Tees zur Vorsorge in der Fastenzeit anwenden möchte, kann jede der drei Mischungen zwei Wochen lang trinken, am besten vormittags bis zum frühen Nachmittag. Für eine Frühjahrskur eignet sich der Tee als Zubereitungsform am besten. Er ist mit seiner Portion warmem Wasser den anderen Anwendungen wie alkoholischen Auszügen oder Kräuterpulvern überlegen.

1. Gicht und Steinschutz-Tee

  • 20 g Löwenzahnwurzel mit Kraut

  • 10 g Brennnesselblätter

  • 10 g Ackerschachtelhalm

  • 5 g Birkenblätter

  • 5 g Hagebutten mit Samen

  • 1 TL der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.

  • Der Gicht­ und Steinschutztee bewahrt vor Ablagerungen in den Nieren­ und Harnwegen und empfiehlt sich für Rheumatiker. Bei Neigung zu Gicht können ein­ bis zweimal jährlich kurmäßig drei Tassen täglich über sechs Wochen getrunken werden.

2. Entwässerungs-Tee

  • 10 g Birkenblätter

  • 10 g Brennnesselblätter

  • 10 g Hagebutten mit Samen

  • 10 g Goldrutenkraut

  • 1 TL der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen.

  • Der Entwässerungstee empfiehlt sich in der Fastenzeit kur­mäßig, wo man täglich ein bis zwei Tassen über drei bis vier Wochen trinkt.

3. Leberschutz-Tee

  • 20 g Mariendistelfrüchte

  • 20 g Löwenzahnwurzel mit Kraut

  • 10 g Brennnesselblätter

  • 10 g Birkenblätter

  • 10 g Goldrutenkraut

  • 1 TL der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.

  • Zwei Tassen Leber­schutztee pro Tag werden in der Fastenzeit und nach Bedarf kurmäßig über vier Wochen getrunken.

Foto: Roland Vorlaufer

Karin Buchart erklärt Monat für Monat in Servus Stadt & Land die Heilkräfte der Natur und teilt auf servus.com regelmäßig ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen. Hier geht es zu ihrem Buch: Die Naturapotheke

Diese Informationen stellen keine medizinische oder ärztliche Beratung dar. Bitte beachten Sie die allgemeinen Dosierungsempfehlungen und konsultieren Sie insbesondere bei Beschwerden und Vorerkrankungen Ihren Arzt. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen.

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