Rund um die Kitzbüheler Alpen: „Heimtleuchten“ bei ServusTV
Urige Almhütten treffen auf Gourmetküche, Jetset trifft auf Brauchtum – all das vor spektakulärem Bergpanorama. Heimatleuchten ist diesmal unterwegs in Kitzbühel, wo abseits der mondänen Hotspots Handwerk, Landwirtschaft und Brauchtum lebendig sind.

Tummelplatz der Reichen und Schönen, Mythos unter den Skirennsportbegeisterten, so kennen wir Kitzbühel. Dabei verbindet sich mit dem Ort so viel mehr. ServusTV Heimatleuchten lässt in dieser Folge den Blick jenseits des „haubengekrönten“ Tellerrands schweifen und entdeckt sanfte Berglandschaften, kristallklare Seen und stellt Kitzbüheler und Kitzbühelerinnen vor, die ihre Besucher aus aller Welt mit Humor und Herzlichkeit empfangen.
Seit Generationen in der Region ansässig, pflegen sie das Brauchtum als Verbindung zu den eigenen Wurzeln. Handwerk, Landwirtschaft, bäuerliche Produkte – in einer Zeit von globalisiertem Tourismus und zunehmender Vereinzelung ist das wichtiger denn je.
„Heimatleuchten: Rund um die Kitzbüheler Alpen“ ist bei ServusTV On im Stream zu sehen.

Wenn das Glück auf Skiern kommt
Es ist ein seltener Anblick: ein Rauchfangkehrer auf Skiern. Im Winter zieht Hannes Harrasser so von Hütte zu Hütte, um die Schornsteine der schneebedeckten Almhütten zu reinigen. Unsicher stehende Leitern und rutschige Dächer sind die größten Herausforderungen, gerade bei Tauwetter. Doch für Hannes ist das Risiko Teil des Abenteuers. Auch, dass er sich schon einmal im Nebel auf Skiern verirrt hat – selbst als Einheimischer. Dass er und seine Mitarbeiter regelmäßig als Glücksbringer zum Foto gebeten werden, nimmt er gelassen: „Es freut die Menschen – und das freut uns“, sagt er.

Der Mann mit der Motorsäge
Auf einer USA-Reise entdeckt Markus Pineider einen überlebensgroßen Bären aus Holz. Zurück in Österreich findet er niemanden, der ihm den Wunsch erfüllen kann, eine Kopie davon anzufertigen. Also nimmt er kurzerhand die Motorsäge zur Hand – und schnitzt sich einen. Markus setzt die Spuren des Werkzeugs ganz bewusst ein, dennoch sind seine Werke ungewöhnlich filigran. Seither kreiert er auf diese Weise wahre Kunstwerke: vom Blockhaus bis hin zu einer Kolonie lebensgroßer Holzfiguren. Die sind heute sein Broterwerb. Für Geld schnitzt Markus aber nur, wenn es sich richtig anfühlt.
Des is was Bärigs, des muss Krawall machen und die Fetzn müssen fliegen.Markus Pineider, Motorsägen-Schnitzer

Tradition, neu gesponnen
Im Pillerseetal wird wieder gesponnen. Spinnen zählt zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit und ist in der Region tief verwurzelt: Früher saßen die Frauen während der Wintermonate in der Stube beisammen und tauschten beim Spinnen Neuigkeiten aus. Auch heute finden sich in vielen Bauernhöfen noch alte Räder, allerdings meist verstaubt auf dem Dachboden. Ursula Fliri hat ihr erstes Spinnrad hier gefunden. Und arbeitet seither gemeinsam mit Christine Widmoser und diesen wertvollen Schätzen. Denn Spinnen entspricht dem Zeitgeist. Wo der Nachhaltigkeitsgedanke immer mehr in den Mittelpunkt rückt, gewinnen solche Praktiken wieder an Bedeutung: „Wenn wir nur einen kleinen Beitrag leisten können, haben wir schon viel erreicht“, sagen die beiden Frauen.

Auch den Messerschmied Bernhard Lassacher besucht Heimatleuchten. In seiner kleinen Garage in Niedernsill stellt er so ziemlich das Schärfste her, was es im Pinzgau zu kaufen gibt: Handgefertigte Messer aus Damast-Stahl. Wir treffen auch auf Hans und Thea Neuschwendter, die Messner vom Salvenkirchlein, statten den Hüttenwirten Edith und Martin Aschauer auf der Neuen Bamberger Hütte auf 1.756 Metern Höhe einen Besuch ab und bestaunen die edlen Warmblüter der Pferdezüchter Christoph und Wolfgang Wörgötter.
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