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Kinder

Das Osterhasen-ABC

Warum bringt nicht ein Huhn die Eier? Weshalb ist Ostern manchmal im März, manchmal im April? Und wieso sind die Ratschen gar so laut? Hier kommt der vielen Rätsel Lösung.

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Foto: Pixabay

A wie Aschermittwoch
Am Tag nach dem Faschingsdienstag beginnt für viele Christen die 40-tägige Fastenzeit. Einige Gläubige lassen sich am Aschermittwoch vom Pfarrer ein Kreuz aus Asche auf die Stirn zeichnen. Asche ist in der Bibel ein Zeichen für Buße.

B wie Beweglich
Ostern ist ein bewegliches Fest: Es ist immer an dem Sonntag, der dem ersten Frühlings-Vollmond folgt.

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C wie Christus
Zu Ostern wird gefeiert, dass Christus drei Tage nach seinem Tod auferstanden ist und lebt. Deshalb ist Ostern für Christen das wichtigste Fest des Jahres – sogar noch wichtiger als Weihnachten!

D wie Ditschen
Zack! Egal ob Pecken oder Ditschen, ist dein Ei kaputt, hast du verloren

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Foto: Pixabay

E wie Ei
Dass sich zu Ostern alles um Eier dreht, hängt damit zusammen, dass das ei ein altes Fruchtbarkeitssymbol ist. Es steht für neues Leben und Wiedergeburt, denn aus einem scheinbar toten Gegenstand schlüpft ein quietschlebendiges Küken.

F wie Feiertag
In der Osterzeit gibt es in Österreich nur einen offiziellen Feiertag, den Ostermontag. Gut, dass du noch in der Schule bist, denn du hast schon ab dem Palmsamstag mindestens zehn Tage frei.

G wie Gründonnerstag
Wenn dir jedes Jahr am Gründonnerstag Spinat oder grüne Kräutersuppe vorgesetzt wird, auch wenn das nicht gerade dein Lieblingsgericht ist, dann halten sich deine Eltern an eine alte Gründonnerstagstradition. Es könnte aber sein, dass das „Grün“ im Wort Gründonnerstag gar nichts mit der Farbe zu tun hat, sondern vielleicht vom alten Wort „gronan“ (greinen = wehklagen) kommt – als Erinnerung an die Leiden Jesu. Fest steht nur, dass am Gründonnerstag dem letzten Abendmahl Jesu gedacht wird.

H wie Hase
Dass der Osterhase die Eier bringt, war nicht immer so. Denn früher haben das auch StorchHahnFuchs oder Kuckuck übernommen. Allerdings keine Hühner, denn die kannte jedes Kind so gut, dass es zu schwierig war, ihnen das Verstecken von bunten Eiern anzudichten. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts setzte sich der Hase als Haupt­-Eierlieferant durch.

Da Hasen im Frühjahr sehr viele Junge zur Welt bringen, sind auch sie ein Symbol für neues Leben und passen deswegen gut zum Fest der Auferstehung. Und weil sie so schnell und scheu sind, hat sie noch nie jemand beim Eier­-Verstecken erwischt.

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Foto: Pixabay
Kennst du dieses Bild von Leonardo da Vinci? Und wer ist der Mann in der Mitte?

I wie Insel
Die Osterinsel im Südpazifik heißt so, weil sie an einem Ostersonntag entdeckt wurde, und zwar im Jahr 1722.

J wie Juhu!
Grund zum Jubeln gibt’s jetzt nicht nur für gläubige Christen. Schließlich ist Frühling, die Natur erwacht und es darf nach Herzenslust geschlemmt werden. So viel Schoko hast du wahrscheinlich seit Nikolo nicht gegessen ...

K wie Küken
Wo es viele Eier gibt, sind auch Küken nicht weit und sitzen oft knallgelb und süß in deinem Osternest. In der Natur sind allerdings nicht alle Küken gelb, denn die Farbe des Gefieders hängt von ihrer Rasse ab. Aus gelben Küken entstehen meist weiße oder braune Hühner.

L wie Lämmchen
Dieses Lämmchen ist wirklich viel zu süß, um gegessen zu werden! Ursprünglich entstammt das Osterlamm der jüdischen Tradition, zum Passahfest ein Lamm zu verspeisen. In der christlichen Kirche ist es symbolisch zum Lamm Gottes geworden. Heute wird es zu Ostern oft als Kuchen in Lammform verzehrt, der dick mit Staubzucker bestreut ist.

M wie Malen
Während heute kunstvoll bemalte oder leuchtend bunt gefärbte Eier nur der Dekoration dienen, hatte das Eierfärben früher einen Zweck: Weil in der Fastenzeit keine Eier gegessen werden durften, wurden diese hart gekocht, um sie lange haltbar zu machen. Indem die gekochten Eier mit Pflanzensäften gefärbt wurden, konnte man sie auf einen Blick von den ungekochten unterscheiden.

N wie Nest
Ein Osternest kannst du aus biegsamen Zweigen leicht selbst basteln. Statt mit Papier-Ostergras kannst du es mit Moos auspolstern. Dann sieht es wie ein echtes Vogelnest aus. Nur der Inhalt ist bestimmt um einiges bunter.

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Foto: Pixabay

O wie Ostern
Dass Ostern so heißt, hängt wahrscheinlich mit dem altgermanischen Wort für Osten zusammen. Da die Sonne jeden Tag im Osten aufgeht, steht diese Himmelsrichtung für wiederkehrendes Licht und neues Leben. Zu Ostern wird die Auferstehung Jesu gefeiert.

P wie Palmesel
Der Palmesel erinnert zu Ostern daran, dass Jesus auf einem Esel reitend nach Jerusalem kam. Heute nennt man scherzhaft auch Langschläfer so: wer am Palmsonntag als Letzter aufsteht, darf Palmesel genannt werden.

Q wie Quelle
In einigen Gegenden Deutschlands gibt es sogenannte Osterquellen. Früher wanderten junge Mädchen am Ostersonntag noch vor Sonnenaufgang dorthin. Denn vom Wasser der Osterquelle erhofften sie sich Schönheit und Tugendhaftigkeit.

S wie Schinken
Der Osterschinken, der traditionell am Ostersonntag auf den Tisch kommt, wird am Ostersamstag in der Kirche geweiht und deswegen auch als „Weihfleisch“ bezeichnet. Dazu wird der Schinken meist mit anderen Lebensmitteln wie Brot, Butter, Eiern sowie süßem Gebäck (z. B. Osterpinze) und manchmal auch Wein in einen Korb gepackt und mit zur Messe in die Kirche genommen. Mit dem Essen des Osterschinkens wird nach der Ostermesse das Ende der Fastenzeit gefeiert.

R wie Ratschen

Weil das Läuten der Kirchenglocken zwischen dem Tod Jesu und seiner Auferstehung früher als viel zu festlich empfunden wurde, wird ihre Aufgabe auch heute noch vielerorts von laut knatternden hölzernen Ratschen übernommen. Man sagt dann auch, die Kirchenglocken seien nach Rom geflogen und können deswegen nicht läuten.

T wie Tradition

Ostern ist eine schöne Tradition. Damit das auch so bleibt, werden die Bräuche rund um dieses Fest jedes Jahr wiederholt und so an die nachfolgenden Generationen weiter­ gegeben. Und so wird der Osterhase auch deinen Kindern einmal etwas bringen ...

U wie Urbi et Orbi

Wörtlich aus dem lateinischen übersetzt bedeutet dieser Spruch „der Stadt und dem Erdkreis“. der Papst spendet diesen Segen zu besonders hohen kirchlichen Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten und auch bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als neu gewähltes Oberhaupt der katholischen Kirche.

V wie Verstecken
Schon erstaunlich, welche Plätze sich der Osterhase immer beim Eierverstecken aussucht. Wie hat er es nur in den Baum hinauf geschafft? Ob ihm da nicht jemand geholfen hat ...

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Dieser Mann spricht jedes Jahr den Ostersegen am Vormittag des Ostersonntag. Kennst du seinen Namen?

W wie Weide
Die silbrigen Blütenknospen der Salweide fühlen sich wie zarter Pelz an, weswegen sie auch Palmkatzerl heißen. Mit solch hübschen Knospen besetzte Zweige dürfen in keinem Osterstrauch fehlen. Kleiner Tipp: Wenn du die Palmkatzerlzweige nicht ins Wasser stellst, halten sie länger, weil sie dann nicht zu blühen beginnen.

X wie Xangsverein
Wie zu allen Festen wird auch zu Ostern gern gesungen und musiziert. Früher zogen Burschen und Mädchen in der Osternacht mit ihren Gesangs- und Brauchtumsvereinen singend zu den Kirchen und Kapellen der Umgebung.

Y wie Yo-Yo
Vielleicht hast du Glück und findest am Ostersonntag in deinem Nest ein Yo-Yo. Jetzt hast du noch drei Ferientage Zeit, dein Können mit dem lustigen Geschicklichkeitsspiel zu perfektionieren. Wie herrlich ist es, draußen in der frühlingsfrischen Natur zu üben ...

Z wie Zopf
Ein süßes Hefegebäck gehört auf jeden Ostertisch – entweder als schön geflochtener, mit Hagelzucker bestreuter Zopf oder als Osterpinze. Anders als der zopfförmige Striezel wird die runde Pinze nur zur Osterzeit gebacken.

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